Der Zielball klebt an der Bande oder liegt innerhalb einer Kugelbreite davon, und der Spielball muss mit extrem dünnem Kontakt an ihm "vorbeistreifen" — gerade genug, um seinen eigenen Weg auf die richtige Dreiband-Route umzulenken, ohne die Position des Zielballs an der Bande zu stören. Einer der wenigen Stöße, bei denen Präzision wichtiger ist als Kraft, und bei dem ein Volltreffer tatsächlich die falsche Antwort ist.
Bandentreffer — Aufstellung
Der Zielball liegt etwa 1 cm oder weniger von der Bande entfernt — nah genug, dass ein Kontakt normaler Dicke ihn direkt in die Bande treiben würde, statt den Spielball weiterzuschicken. Der Spielball ist für einen wirklich dünnen Schnittangriff positioniert, mit dem Ziel, nur die äußere Kante des Zielballs zu streifen.
Stoß und Effet
Sanftes bis mittleres Tempo mit einem bewusst dünnen Schnitt auf den ersten Zielball — stell dir vor, du triffst nur die äußeren 10-20% der Kugeloberfläche. Ein Hauch Mitläufer-Effet hilft, die Dünne des Kontakts auszugleichen, und hält den Weg des Spielballs auch bei diesem feinen Schnitt vorhersehbar.
Wann anwenden
Nutze ihn immer dann, wenn der Zielball an der Bande klebt oder sie fast berührt, denn ein Volltreffer in dieser Lage würde den Zielball einfach in die Bande treiben, ohne deinen Spielball irgendwohin Nützliches zu schicken. Dies ist die Position, in der "auf die Mitte der Kugel zielen" — der Standardinstinkt bei den meisten Stößen — aktiv gegen dich arbeitet.
Häufige Fehler
Ein zu dicker Kontakt drückt den Zielball direkt in die Bande und tötet die Vorwärtsenergie des Spielballs ab — der mit Abstand häufigste Fehler hier. Zu dünn, und du rutschst entweder komplett ab oder triffst gar nicht, sodass der Spielball ohne Karambolage davonläuft. Zwischen diesen beiden Fehlerarten liegt ein wirklich schmales Fenster, weshalb dieser Stoß bewusstes Üben braucht, um ihn im Gefühl zu verankern.
Erfolgsquote und Übung
Dies erfordert echte Präzision und wird selbst von Profis nur sparsam eingesetzt — etwa 10% der Profistöße verlangen einen echten Bandentreffer-Kontakt, und Amateuren wird geraten, ihn im Wettkampf zu meiden, bis sie das Gefühl dafür durch gezieltes Einzeltraining aufgebaut haben.
Profis, die ihn nutzen
Frédéric Caudron ist besonders bekannt für seine Präzision bei Bandentreffern, und Marco Zanetti wird für seine eleganten Varianten der Technik bewundert, die andere Spieler nicht versuchen würden.
Diese Position üben
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