Geschichte wird nützlicher, wenn sie erklärt, was berühmte Spieler tatsächlich spielten. Cadre, Einband und Dreiband hatten keine austauschbare gemeinsame Meisterschaft. Dieser Überblick folgt belegten Wettkampfstationen statt der gesamten Spielfamilie einen Erfinder oder Geburtstag zuzuschreiben.
Cadre-Stars und ihre weiteren Disziplinen
Der Billiard Congress of America führt Willie Hoppes Sieg über Maurice Vignaux 1906 in Paris als Titel im Cadre 18.1. Die Biografie behandelt auch seine späteren Dreibandtitel. Die Gesamtzahl der Billardtitel eines Spielers ist daher nicht automatisch seine Titelzahl in einer Disziplin. Seine Laufbahn verbindet Spielformen, ohne zu beweisen, dass eine alle anderen verdrängte.
1928 als Bezugspunkt eines Archivs
Die UMB-Medaillenliste beginnt im Dreiband mit dem Ägypter Edmond Soussa in Reims 1928. Das ist der Beginn dieser archivierten Meisterschaftsreihe, nicht die Erfindung des Spiels oder ein Beweis gegen frühere Titel anderswo. Das Archiv kennzeichnet auch Jahre ohne Meisterschaft.
Verbände haben eigene Gründungsdaten
Die BCA datiert ihre Gründung auf 1948 und beschreibt Aufgaben sowohl im Straight Pool als auch im Dreiband. Laut WCBS entstand die UMB 1959. Das sind Organisationsdaten, nicht die Anfänge der Spiele. Ein Verband kann Ergebnisse von Veranstaltungen vor seiner Gründung verwalten.
Das internationale Feld lesen
Die UMB-Tabelle nennt Raymond Ceulemans in Neuss 1963, Nobuaki Kobayashi in Antwerpen 1974, Ryūji Umeda in Cuenca 2007 und Bao Phuong Vinh in Ankara 2023 als Sieger. Solche konkreten Veranstaltungen zeigen, warum die Geschichte nicht auf ein Land schrumpfen sollte. Eine Medaillenliste misst weder die Clubbeteiligung noch erklärt sie jeden technischen Wandel.
Warum Titelzählungen abweichen
Das Archiv unterscheidet die 1988–1991 offiziell als Weltmeisterschaft anerkannten Weltcupzyklen von anders bezeichneten Zyklen 1992–1993. Vermische Veranstaltungsarten nicht stillschweigend und übernimm keine Gesamtsumme ohne Definition. Hier dient die Ausgabe mit ©2025 als historische Quelle, nicht als aktuelle Rangliste 2026.
Alte und neue Ergebnisse vergleichen
Notiere Jahr, Disziplin, Veranstalter, Wettbewerbsname, Format, Punkte und Aufnahmen. Prüfe vor dem Durchschnittsvergleich, welche Daten und Spielbedingungen zugrunde liegen. Höchstserie, Matchdurchschnitt und Turnierdurchschnitt gehören in getrennte Spalten. So lässt sich eine historische Leistung würdigen, ohne eine direkte Umrechnung auf heutige Spiele zu erfinden.
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